Nach dem intensiven Auftakt am Freitag ging das CSW Camp in Turin am 21. und 22. März nahtlos auf hohem Niveau weiter. Die Teilnehmer erwarteten insgesamt vier intensive Trainingseinheiten, die einen tiefen Einblick in das vielseitige System von Erik Paulson ermöglichten.
Typisch für seinen Ansatz stand dabei nicht das isolierte Training einzelner Disziplinen im Vordergrund, sondern die Verknüpfung verschiedenster Kampfstile zu einem funktionalen Gesamtsystem.
Eine zentrale Rolle spielte das Catch Wrestling, aus dem viele der druckvollen Kontrolltechniken und Submissions stammen. Hier wurde besonders Wert auf aggressives Positionsspiel, Übergänge und effektive Aufgabegriffe gelegt – immer mit Fokus auf Kontrolle und Dominanz.
Darauf aufbauend wurde das Combat Submission Wrestling (CSW) trainiert – das Herzstück von Erik Paulsons System. CSW verbindet Elemente aus Grappling und MMA und zeichnet sich durch fließende Übergänge zwischen Stand, Clinch und Boden aus. Genau diese Übergänge wurden intensiv geschult und immer wieder in neue Situationen eingebettet.
Im STX Kickboxing verlagerte sich der Fokus auf den Standkampf. Über beide Tage hinweg wurden intensive Boxdrills durchgeführt, die als Grundlage dienten, um direkt in weiterführende Szenarien überzugehen. Ganz im Sinne des CSW-Systems folgten daraus nahtlose Übergänge in Richtung MMA-Situationen und schließlich in den Bodenkampf.
Die Einheiten zu MMA und Shooto rundeten das Training ab. Hier wurde deutlich, wie alle zuvor trainierten Inhalte ineinandergreifen: Striking, Takedowns, Kontrolle am Boden und Submissions wurden als durchgehende Kette verstanden, nicht als einzelne Bausteine. Besonders der Wechsel zwischen den Distanzen und das Timing spielten eine entscheidende Rolle.
Ein großer Bestandteil des Trainings war zudem die Praxis: viel Sparring und intensives Rollen sorgten dafür, dass die vermittelten Techniken direkt unter realistischen Bedingungen angewendet und gefestigt wurden.
Am Boden gab es zusätzlich eine spezialisierte Einheit zum Thema Leglocks, bei der verschiedene Einstiege und Kontrollpositionen erarbeitet wurden – ein technisch anspruchsvoller Bereich, der im modernen Grappling eine immer größere Rolle spielt.
Über beide Tage hinweg sammelten die Teilnehmer eine Vielzahl an technischen Eindrücken und neuem Input. Was dieses Camp besonders machte, war die konstante Verkettung aller Inhalte – jede Technik baute auf der vorherigen auf und wurde direkt in einen größeren Kontext gesetzt.
Auch unser Trainer Jörg nahm an diesem Camp teil und konnte wertvolle Erfahrungen sowie neue Impulse für das Training bei uns mitnehmen.
Ein intensives, lehrreiches Wochenende, das einmal mehr gezeigt hat, wie effektiv und durchdacht das System von Erik Paulson ist.
